27/07/15 Allgemein , Social Media

Von Authentizität, Aufregung und Anstand: Zur Diskussionskultur in den Medien

Die letzten Wochen waren, sozialmedial betrachtet, ein ziemliches Fiasko. Angefangen bei #merkelstreichelt über Dieter Nuhrs Griechenwitz bis hin zu Denkverboten für Monica Lierhaus und tiefrechten Drohungen an Sascha Lobo – das Land der Dichter und Denker erschien mir in letzter Zeit eher wie die Heimstatt der Schreihälse und Hetzer. Bei mir löste diese Stimmung erst großes Unwohlsein und dann Rückzugstendenzen aus Facebook und Twitter aus; ich habe mich aller Diskussionen enthalten und mich nur noch zu Flauschthemen geäußert. Mit ein wenig Abstand möchte ich aber dennoch versuchen, ein paar Gedanken dazu zu ordnen.

Die Renaissance des Shitstorms

War es 2013 oder erst 2014, als ich in Workshops, privaten Gesprächen etc. selbstbewusst und überzeugt verkündete, der Begriff „Shitstorm“ hätte seinen Zenith überschritten und mittlerweile könnten Unternehmen, Promis und Privatpersonen Empörungswellen im Netz differenzierter betrachten und einordnen? Egal – ich lag falsch. Continue reading

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28/05/15 Allgemein , Linktipps , Studie , Unternehmenskommunikation/Corporate Communications # , , , ,

Abschied vom Mittelmaß: Studie zu Kommunikation im Mittelstand

Abschied vom Mittelmaß: Studie zu Kommunikation im Mittelstand

Ganz frisch und absolut lesenswert ist die Studie zur Mittelstandskommunikation von Fink & Fuchs PR, dem Zerfaß-Institut an der Uni Leipzig und dem Magazin Presseprecher. Sie schließt insofern eine wirkliche Lücke in der Forschung, da gerade der Mittelstand – zu dem 99,6 Prozent der deutschen Wirtschaft und 60 Prozent aller Arbeitsplätze im Land gehören – üblicherweise in den Studien zur Kommunikation höchstens eine Nebenrolle spielt. In der aktuellen Studie werden teilweise die Aussagen von Mittelständlern und Großunternehmen gegenüber gestellt. Bemerkenswert: Fast die Hälfte aller Teilnehmer der Studie wurden von den Autoren anhand ihrer qualitativen und quantitativen Marker als Großunternehmen definiert, sehen sich aber selbst als Mittelständler an – meiner Einschätzung nach ist dies weniger eine Frage der statistischen Erbsenzählerei, sondern vielmehr eine Ausprägung der Unternehmenskultur, die häufig nicht mit der wirtschaftlichen Expansion mitgeht (was durchaus Vorteile haben kann, aber dazu später). Ein weiterer „Kunstgriff“ der Autoren, den ich für sehr smart halte: Sie haben Fachtermini wie „PR“ und „Marketing“ vermieden und allgemein nach „Kommunikationsarbeit“ gefragt. Angesichts der Tatsache, dass gerade bei den kleineren Mittelständlern überwiegend die Geschäftsführung die Kommunikation „nebenbei“ miterledigt und auch sonst klare Zuständigkeiten und Abgrenzungen eher rar sind, entsteht so sicher ein vollständigeres Bild.

Rückgrat der deutschen Wirtschaft: 99,6 Prozent aller Unternehmen der Privatwirtschaft gehören zum Mittelstand. Er stellt auch 60 Prozent aller Arbeitsplätze. (Bild: jarts/photocase)

Rückgrat der deutschen Wirtschaft: 99,6 Prozent aller Unternehmen der Privatwirtschaft gehören zum Mittelstand. Er stellt auch 60 Prozent aller Arbeitsplätze. (Bild: jarts/photocase)

Meine persönlichen „A-Has“, „War-Klars“ und „Fragezeichen“:

  • Am wenigsten überrascht mich, dass die Diskrepanz zwischen der theoretisch zugeschriebenen Bedeutung professioneller Kommunikation und ihrer tatsächlichen Rolle nach wie vor enorm ist. Dies deckt sich sowohl mit früheren Studien als auch mit meiner erlebten Wirklichkeit der letzten Jahre. Ein Viertel aller Befragten gab an, dass ihre Chefs den Sinn von Unternehmenskommunikation nicht kennen. Budgets und personelle Ressourcen verfestigen diese erzwungene „Zahnlosigkeit“: Ein Drittel aller Mittelständler lässt noch nicht einmal eine Person sich ausschließlich mit Kommunikationsaufgaben beschäftigen, über 40 Prozent hat kein festes Budget für Kommunikationsaufgaben. Angesichts dieser Zahlen ist eine verschriftlichte Kommunikationsstrategie bei einem Drittel der Befragten schon fast wieder bemerkenswert – wer erstellt diese Strategien, und wer arbeitet sie ab?
  • Dabei lässt sich recht schnell eine positive Dynamik erkennen: Mit festen Verantwortlichkeiten steigt die interne Akzeptanz für Kommunikationsarbeit; sobald Kommunikationsstrategien etabliert sind, auch die Zufriedenheit mit den Ergebnissen – Kommunikation wird als Werttreiber akzeptiert. Das deckt sich mit den Ergebnissen früherer Studien, beispielsweise der internationalen Längsschnittstudie von Towers Watson, die ich hier vor einigen Monaten besprochen habe.
  • Als wichtigstes Ziel der Kommunikation wird erwartbar Vertriebsunterstützung (90 Prozent) angesehen. Für mich positiv erstaunlich: PR-Ziele („Reputation, Image und Vertrauen untersützen“, „Langfristige Beziehungen aufbauen“) schrappen daran nur knapp vorbei. Gleichzeitig werden „Kritik vorbeugen und Krisen bewältigen“ nur von weniger als 40 Prozent als Ziel angesehen. Woran liegt’s? Werden hier die Handlungsspielräume, die Kommunikation eröffnet, massiv unterschätzt?
  • Zweimal hingucken musste ich bei den beschriebenen Herausforderungen für die Zukunft: Nur etwa 30 Prozent sehen die Digitalisierung von Gesellschaft und Unternehmen als bedeutend an. Dies deckt sich leider mit den beunruhigenden Ergebnissen z.B. des Digital Readiness Index, der deutsche Unternehmen im weltweiten Vergleich unterdurchschnittlich gut aufgestellt sieht. Den Umgang mit Veränderungen im Unternehmen sehen nur gut 40 Prozent der Mittelständler als Herausforderung. Interessant: Großunternehmen schätzen diesen Punkt deutlich höher ein, machen sich gleichzeitig aber weniger Sorgen um die Akzeptanz ihres unternehmerischen Handelns als der Mittelstand.

Warum also glaubt der Mittelstand eher als die „Großen“, dass dieses Verständnis wichtig ist? Ich führe das auf die kürzeren Wege und geringere Distanz imMittelstand zurück: Kommunikation wird als sehr dialogorientiert verstanden, die Geschäftsführung als zentraler Wert-Vermittler gesehen und daraus ein direkter Zusammenhang zur Führungsfähigkeit der Führungskräfte abgeleitet. Der Mittelstand mag weniger (und angesichts der Ressourcen mutmaßlich qualitativ seltener angemessene) Mitarbeitermagazine, Intranets etc. haben. Dafür lebt der „Flurfunk“ nicht nur im Untergrund. Hier liegt meiner Meinung nach eine fette Chance für alle, die ihre Kommunikation jetzt ausbauen und professionalisieren wollen: Sie vermeiden den Umweg über hochglänzende Verlautbarungskommunikation, den viele Großunternehmen lange gingen und sich dabei immer mehr von „ihren Leuten“ entfremdet haben. Statt dessen können sie ihre Strukturen direkt auf kurze Wege, Austausch und Flexibilität anlegen und ihre Führungskräftekommunikation stärken.

Entscheidend wird sein, dass sie dies strategisch statt aktionistisch angehen. Es ist ok, dass die Kommunikation sich ihren Platz vielerorts noch erkämpfen muss – aber gebt ihr dafür Raum und Ressourcen, damit die Voraussetzungen ebenso professionell sind wie für Produktentwickler, Vertriebler, Personaler… und eben alle, die  Verantwortung für den Unternehmenserfolg tragen!

 

 

 

 

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26/05/15 Blogparade , Social Media , Unternehmenskommunikation/Corporate Communications , Vergnügliches

Fruchtbar statt furchtbar: Chancen für das Reputationsmanagement in Social Media

Es gibt Themen, die lassen sich sowohl aus der Frosch- als auch aus der Vogelperspektive wunderbar vielfältig betrachten. Reputation Management ist ein solch weites Feld, auf das hundert Experten hundert verschiedene Sichtweisen haben werden – insofern eignet es sich hervorragend für eine Blogparade, die Claudia Hilker initiiert hat und zu der ich gern einen Artikel beitrage.

Gabler definiert Reputationsmanagement schön kurz und passend als „Planung, Aufbau, Pflege, Steuerung und Kontrolle des Rufs einer Organisation gegenüber allen relevanten Stakeholdern“. Alles sehr aktiv und konstruktiv also. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung, insbesondere der Kommunikation von Unternehmen oder Organisationen in Social Media, lag der Fokus beim Thema Reputationsmanagement in den letzten Jahren für meinen Geschmack jedoch viel zu sehr auf „Schutz, Schadensbegrenzung, Bangen und Hoffen auf das Beste“ – also sehr passiv und defensiv. Das ist schade. Denn so professionell und hilfreich es ist, sich ernsthaft VOR dem Launch neuer Kanäle mit möglichen Krisenszenarien, Eskalationsmechanismen und vor allem regelmäßigem Monitoring auseinanderzusetzen und hier Regeln, Prozesse und Zuständigkeiten zu etablieren, so sehr sollten sich alle alle Kommunikatoren über neue Chancen freuen und zielgerichtet darauf hinarbeiten Continue reading

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20/05/15 Allgemein

Videoreihe zu (nicht nur) Gründerthemen: Backyard TV

Nextmedia Hamburg, die „Standortinitiative der Hamburger Digital- und Medienwirtschaft“, hat eine sehr schöne Videoreihe produziert: Backyard TV nimmt sich in bislang vier Beiträgen mit sehr interessanten Persönlichkeiten und durchgehender Erzählweise (ich mag den ollen Klappstuhl) Branchen- und Gründerthemen an.

Dabei ist auch eines meiner aktuellen Lieblingthemen: „Schöner Scheitern – Müssen wir das Scheitern erst noch lernen?“

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20/05/15 Bücher , Literatur etc. # ,

Crowdfunding mal anders: Wie die Community einer Familie in Not hilft

Crowdfunding mal anders: Wie die Community einer Familie in Not hilft

Es gibt Phasen, in denen ich persönlich hauptsächlich genervt bin von Social Networks, insbesondere von Facebook – die ganze Aufregungsmaschinerie, der Drang, sich möglichst schnell möglichst undifferenzierte Meinungen zu bilden – gerade, wenn Schlimmes passiert auf der Welt, nehme ich mir gern (kurze) Pausen, um der Zynismusfalle zu entgehen.

Und dann passieren Dinge, die sich kein Storytelling-Experte besser hätte ausdenken können: Menschen helfen (fremden) Menschen in Not. Ein vor neun Jahren in Eigenverlag veröffentlichter Roman ist heute auf Platz zwei der Amazon-Charts geschnellt; gekauft von Menschen, die die Familie des schwer erkrankten Autors in einer grauenhaften Situation finanziell unterstützen möchten (die Geschichte im Detail auf Facebook). Auf Facebook wurde der Aufruf seiner Frau innerhalb der ersten 21 Stunden fast 2.800 mal geshared, auf Twitter ist #einbuchfürkai ein Selbstläufer und die klassischen Medien springen auch bereits auf den Zug auf.

Ich habe von Kai-Eric bis gestern noch nie gehört, muss ich zugeben. Und höchst wahrscheinlich hätte ich entsprechend auch kein Geld gespendet, auch das gebe ich gern zu. Aber ein Buch zu kaufen fällt einer Leseratte wie mir nie schwer und „Willkommen im Meer“ klingt ohnehin spannend. Diese Welle der Solidarität mitzureiten fühlt sich also persönlich gut an und ist das perfekte Gegengift gegen aufkommenden Facebook-Zynismus.

Hier wird es dann demnächst eine ehrliche Buchrezension geben. Dem Autor und seiner Familie wünsche ich so viel mehr Gutes als „nur“ den finanziellen Puffer, den sie hoffentlich durch diese tolle Aktion im SOZIALEN Netzwerk bekommen.

"Willkommen im Meer": Von einer Welle der Solidarität ganz oben auf die Bestseller-Listen gespült.

„Willkommen im Meer“: Von einer Welle der Solidarität ganz oben auf die Bestseller-Listen gespült.

 

 

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15/04/15 Bücher , Unternehmenskommunikation/Corporate Communications , Veränderungskommunikation/Change Communications # ,

Führung und Digitalisierung: Buchrezension „Management by Internet“, Willms Buhse

Führung und Digitalisierung: Buchrezension „Management by Internet“, Willms Buhse

Die nächsten Wochen sind sehr geprägt von „workshoppen und geworkshoppt werden“ – da verlangt mein Geist dieser Tage etwas fachlichen Input zu anderen Themen und mein Körper bat um Powerpoint-Pause und Sonne auf dem Balkon.

So konnte ich heute endlich „Beratung ohne Ratschlag“ von Sonja Radatz und „Management by Internet“ (Untertitel: Neue Führungsmodelle für Unternehmen in Zeiten digitaler Transformation) von Dr. Willms Buhse auslesen. Letzteres kommt jetzt auf den Seziertisch und, um das vorwegzunehmen: Es ist „a schöne Leich‘ “ Continue reading

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25/02/15 Netzpolitik , Veranstaltungen und Netzwerke # , ,

Gastbeitrag Social Media Week Hamburg: Digitalisierung in Estland

[Diesen Beitrag habe ich für die Social Media Week Hamburg geschrieben; er erschien dort erstmals unter „Hamburg News“. Da der Vortrag auf Englisch war, ich viel zitieren wollte, die verlinkten Beispiele aber aus meinem deutschsprachigen Hinterhirn kommen, gibt es dieses drollige Sprachgemisch an dieser Stelle.]

 

Fresh air and free Wi-Fi:

How a tiny country shames Germany by getting digitalisation done.

 

My first Social Media Week session was poorly visited – which was a shame as for me,

Siret Schuttings presentation „Building Blocks of the Digital Society: the e-Estonian example“ posed a first highlight to this week.

As a German, I do have – like many, I suppose – an image of the nordic countries as being somewhat cool, without really being able to define this „cool“.

The (former?) teacher’s jaunty speech gave an interesting insight into a mindset and a hands-on political approach towards the digitalisation of an entire society which shames the German government’s half-hearted and strategy-free “digital agenda“. How much can a country the size of Lower-Saxony and with a population smaller than Hamburg’s outperform a so-called „innovation leader“? Continue reading

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19/02/15 Blogparade , Unternehmenskommunikation/Corporate Communications , Veränderungskommunikation/Change Communications # , , , ,

Emotionen im Change: Warum es unvernünftig (und teuer) ist, sie zu ignorieren.

Emotionen im Change:  Warum es unvernünftig (und teuer) ist, sie zu ignorieren.

Die Manufaktur für Wachstum hat mich eingeladen, einen Beitrag zur Blogparade #emotionschafftmehrwert zu schreiben. Das tue ich gern, insbesondere, da mich dieses Thema seit Jahren umtreibt.

Es ist die Angst, über die ich schreiben möchte. Genauer gesagt: Die Angst vor der Angst. Und vor allen artverwandten, schwierigen, unerwünschten Gefühlen.

Emotion ist gern genommen, wenn verkauft werden soll, wenn Produkte und Dienstleistungen „emotional aufgeladen“ werden sollen – diese Emotion soll sich aber möglichst auf hollywoodesque, jacketbekronte Freude, Dynamik und Gemeinschaftlichkeit beschränken. Selbst in der Werbung, der sich-feierfreudigsten aller Kommunikationsdisziplinen, funktioniert dies zusehends und (vor allem dank Social Media) sichtbar schlechter. Ich kann vollkommen nachvollziehen, dass Stephan Rebbe sich entnervt und frustriert (meine Interpretation) aus dem Geschäft zurückzieht und die Konzernkunden als „Bewahrer und Angsthasen“ tituliert. Denn den richtigen Werbeweg zum Kunden, so gibt er freimütig zu, kennen die bisherigen Experten nicht, und die Kunden investieren lieber in bekanntermaßen erfolglose Modelle anstatt das Risiko eines Scheiterns auf neuen Pfaden einzugehen.

Veränderung muss schneller werden. Angst bremst.

Wie wirkt sich dieses Kaninchen-vor-der-Schlange-Phänomen erst in Disziplinen aus, zu denen die Attribute „shiny, happy, wunderbar“ noch nie passten? Continue reading

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05/02/15 Social Media , Unternehmenskommunikation/Corporate Communications # , ,

Corporate Blogs für „Einzelkämpfer“ – Smart oder vermessen?

Wann ist ein Corporate Blog ein Corporate Blog? Ist es nicht vermessen, wenn Freiberufler ein bisschen auf ihrer Seite rumbloggen und das dann als Corporate Blogging ansehen?
Ich meine: nein. Das heere Prinzip des Corporate Blogging und der bürokratische Terminus „Einzelunternehmer“ gehen wunderbar zusammen, wenn der Blog im Kern unternehmerischen Zielen dient.

 

Ich, die Marke: Warum ich blogge
Gleich vorab: Mir ist schon jetzt, mit meinem ersten Post im eigenen Blog, dass ich viele der Mantren, die ich Kunden in den letzten Jahren vorgesungen habe, nicht oder zu wenig beherzigen werde. Um Ideal und Realität einmal abzugleichen, hier mein persönlicher kleiner „Mantra-Check“:

  • Sei strategisch: Erfolgreiche Corporate Blogs folgen klaren unternehmerischen bzw. daraus abgeleiteten Kommunikationszielen und messen, inwieweit sie diese erreichen. Das sollte ich hinkriegen, das kann nicht so schwer sein: Mein Blog soll auf die „Marke Carina Waldhoff“ einzahlen – klingt seltsam, ist aber so in einem Geschäft, in dem Vertrauen alles ist und Authentizität keine hohle Phrase. Denn wer nicht öffentlich über seine Kunden und Projekte sprechen kann, weil Vertraulichkeit oberstes Gebot ist, kann immer noch darüber sprechen und schreiben, womit er oder sie sich fachlich auseinandersetzt, welche Perspektiven er auf aktuelle Diskussionen hat und, ja, auch darüber, was auf- und anregt. Meine potentiellen Kunden holen sich keine Konzept- und Trainingsmaschine ins Haus, sondern einen Profi, der neben Denken und Wissen durch Haltungen und auch Emotionen geprägt ist. Ohne Leidenschaft und Persönlichkeit gibt es keine Qualität in der Kommunikationsbranche, davon bin ich fest überzeugt. Insofern wird der „Markenkern“ für Freiberufler in ihrem Blog unweigerlich erkennbar.
  • Sei authentisch: Dass das für mich in Sachen Eigen-PR selbstverständlich ist, sagte ich bereits. Ich freue mich aber auch enorm zu sehen, dass sich das einige der „Großen“ trauen und erfolgreich damit fahren: Uwe Knaus, als Manager Corporate Social Media bei Daimler für den Daimler-Blog verantwortlich, erläutert dieser Tage, warum die Content-Strategie sich auch beim zweiten Relaunch seit 2007 im Wesentlichen treu geblieben ist:

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05/02/15 Vergnügliches

Mein. Motto.

(via https://www.facebook.com/Texte)

(via https://www.facebook.com/Texte)

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05/02/15 Linktipps , Studie , Veränderungskommunikation/Change Communications # , ,

Studie zum ROI von Change Communications

Gute Kommunikation in Veränderungsprozessen zahlt sich in barer Münze aus. Allen Kommunikationsverantwortlichen in Unternehmen, die mit dieser Binse üblicherweise schwer Gehör finden, liefert der aktuelle Report von Towers Watson „Change and Communication ROI – The 10th Anniversary Report“ ordentliche argumentative Schützenhilfe.
Meine persönlichen Highlights aus der Längsschnittstudie, die in den vergangenen zehn Jahren sechsmal durchgeführt wurde:

  • Die Schere zwischen „schlechten Kommunikatoren“ und „guten Kommunikatoren“ geht immer weiter auseinander: 2011/2012 war die Wahrscheinlichkeit, dass ein effizient kommunizierendes Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich ist, etwa doppelt so hoch wie bei den schlechteren Kommunikatoren. 2013/2014 gilt hier bereits der Faktor 3,5.
  • Die „Guten“ denken weiter voraus: Während ein sehr großer Teil der Befragten aktuelle Mitarbeiter, insbesondere diejenigen in Schlüsselpositionen und die High-Achiever, gut im Blick hatte, verstehen die erfolgreichen Kommunikatoren auch die Bedürfnisse ihrer künftigen Mitarbeiter sehr gut. Gleichzeitig fahren sie erfolgreich damit, sich weniger auf ihre Preise als auf das (gewünschte) Mitarbeiterverhalten zu konzentrieren.
  • Sie widmen ihrer Unternehmenskultur viel Aufmerksamkeit: Gute Change Kommunikation zeichnet sich darin aus, dass sie sich (bereits im Vorfeld) mit den Auswirkungen des Change auf die Mitarbeiter auseinandersetzt.
  • Change Management und Change Communication gehen von Anfang an Hand in Hand: Es gibt sie immer noch, die Change Manager, die erst nach der Kommunikation rufen, wenn der Prozess stockt und Probleme auftreten. Bei den erfolgreich durch den Change navigierenden bzw. kommunizierenden Unternehmen ist die Interne Kommunikation von Anfang an im Boot – also dann, wenn sich der Grund für die Veränderung, ob Bedrohung oder Gelegenheit, ergibt.
  • Social Media sind gut, Messbarkeit ist besser: Positive Auswirkungen von Social Media Tools im Veränderungsprozess sehen erfreulich viele Unternehmen. Was die Spreu vom Weizen trennt: Die richtig guten Unternehmen messen auch, wie effektiv diese sind.
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27/01/15 Allgemein

Gelesen, erlebt, bedacht

In meinem Blog beschäftige ich mich mit Themen, die mich bewegen, Menschen, die mich beeindrucken, Orten, die mich inspirieren… Unregelmäßig, subjektiv und teils sogar persönlich. Ich freue mich auf Kommentare und Gespräche an dieser Stelle!

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